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Egon W. Kreutzer











Unsere Freiheit

... man kann sich dafür einsetzen.



Leseprobe:


Vorwort

Dieses Büchlein ist die Zusammenfassung von vier Aufsätzen, die im Januar und Februar 2008 zunächst im Internet veröffentlicht wurden. Der erste erschien unter dem Titel "Der Bürgerkriech", die folgenden als die Teile 1, 2 und 3 von "Unsere Freiheit".

Weil es mir einigermaßen leicht fällt, aus meinen Texten Bücher zu machen, will ich all denen, die beim Lesen lieber bequem im Sessel sitzen, als angestrengt auf einen Bildschirm zu starren, mit dieser gedruckten Ausgabe gerne entgegenkommen. Zudem gehe ich davon aus, dass die Weitergabe eines Buches - sei es, dass man es verleiht, sei es, dass man es verschenkt - beim Empfänger wirkungsvoller ankommt, als die Weitergabe eines Links per E-Mail.

Letztlich bin ich selbst zu der Auffassung gelangt, dass die gesamte Problematik, von der Analyse des Status quo, über die Definitionen von "Wir" und "Freiheit" bis hin zu den "Hinweisen für das Gelingen", einen besonderen Rahmen verdient hat. Nicht wegen meiner Verdienste um das Thema, die sind eher bescheiden, sondern wegen der großen Bedeutung der immer noch unbeantworteten Fragen für uns alle.

Dass ich im letzten Abschnitt, der sich den Möglichkeiten der Verteidigung unserer Freiheit widmet, eine Vorgehensweise empfehle, die sich an das Vorbild der Graswurzelrevolution anlehnt, mag manchen enttäuschen. Doch halte ich ein Vorgehen, das nicht auf spektakuläre Aktionen abzielt, sondern darauf, ein Heer anonymer, selbständig agierender Einzelkämpfer zu aktivieren, für das letzte überhaupt noch verfügbare Mittel zur Verteidigung unserer Freiheit.
Die Begründung für diese Einsicht habe ich mehr zwischen den Zeilen geliefert. Sich mit den einzelnen Aspekten intensiv auseinanderzusetzen, würde - von der Kritik am uniformen Meinungsstrom der großen Medienkonzerne über die ausführliche Globalisierungs- und EuropäisierungsKritik bis hin zum Zustand unserer Demokratie, die ihre Souveränität bereits weitgehend an Kommissare, Räte und Richter der EU abgegeben hat - ein weiteres, umfangreicheres Buch füllen, und den Rahmen der hier im Mittelpunkt stehenden Überlegungen sprengen.

Gerade kritische Menschen, die ich ja bevorzugt ansprechen will, werden beim ersten Lesen Probleme haben, die von mir vorgetragenen Analysen nachzuvollziehen und meinen Folgerungen zuzustimmen. Wahrscheinlich hätte ich mich vor zehn Jahren von der einen oder anderen Passage auch noch strikt distanziert. Das liegt - so glaube ich - weniger daran, dass ich älter geworden bin, sondern hauptsächlich daran, dass sich die Zeiten und die Umstände geändert haben, unter denen wir - heute - in Deutschland leben.

So möchte ich allen Skeptikern empfehlen, zu überprüfen, ob die Gewissheiten und die daraus resultierenden Einstellungen, die sie irgendwann im Laufe ihres Lebens gewonnen haben, denn wirklich noch mit dem in Übereinstimmung zu bringen sind, was uns heute als Realität umgibt.

Deutsche Kampfflugzeuge am Himmel über Afghanistan, ausländische Heuschrecken als Eigentümer kommunaler Wohnungen und ehemaliger deutscher Staats- und Privatunternehmen, dazu ein Millionenheer von Arbeitslosen, eine immer weiter auseinanderklaffende Schere von Arm und Reich, Ein-Euro-Jobs als Sonderform der "Zwangsarbeit", Wahlkämpfe, Bankenkrise und massive Teuerung, Wahlkämpfer, die der Forderung nach dem flächendeckenden Mindestlohn mit der Forderung nach härteren Strafen für jugendliche ausländische Straftäter begegnen - das alles hat mit dem Deutschland, das wir von 1949 bis etwa 1980 gekannt haben, fast nichts mehr zu tun - und der seit 1980 festzustellende Verfall von Staat und Gesellschaft, von Wirtschaft und Sozialsystemen schreitet ganz offensichtlich immer weiter fort.

Meine Überzeugung ist, dass wir uns endlich Klarheit verschaffen müssen, wer "wir" denn überhaupt sind, unter welchen Bedingungen wir unsere Zukunft gestalten wollen und welche Anstrengungen erforderlich sein werden, die dafür notwendige Freiheit zu erringen.

Unterbernbach, im Februar 2008
Egon W. Kreutzer

Die in diesem Buch zusammengefassten Beiträge sind auch als kostenlose Online-Veröffentlichung unter http://www.egon-w-kreutzer.de in der Rubrik Paukenschlag am Donnerstag als No. 2, 5, 6 und 8 zu finden.


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